Deutz wechselt Vorstandsvorsitz ohne Begründung aus

Beim Kölner Motorenhersteller Deutz gibt es einen abrupten Wechsel im Vorstand.
Sebastian C. Schulte, bisher Finanzvorstand und Arbeitsdirektor, übernimmt ab sofort den Vorstandsvorsitz, teilte Deutz am 12. Februar mit. Seine bisherigen Verantwortungsbereiche wird er interimsweise weiterführen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Frank Hiller wurde vom Aufsichtsrat aus dem Vorstand abberufen. Er scheide mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand aus. Gründe nannte das Unternehmen nicht. Schulte ist seit Januar 2021 Mitglied des Deutz-Vorstands und dort bisher als Finanzvorstand und Arbeitsdirektor für die Ressorts Finanzen, Personal, Einkauf und Information Services verantwortlich.

Schulte bringt laut dem Aufsichtsrat in seiner Mitteilung die Kompetenzen mit, die in der nächsten Phase der Unternehmensentwicklung benötigt werden: die profitable Transformation des Konzerns hin zu einem führenden Anbieter klimaneutraler Mobilitätslösungen für den Off-Highway-Bereich. Der Motorenspezialist bietet eine Produktpalette im Leistungsbereich bis 620 kW an, die unter anderem in Bau- und Landmaschinen, Material-Handling-Anwendungen, stationären Anlagen sowie Nutz- und Schienenfahrzeugen zum Einsatz kommen.

Der Aufsichtsrat hat zudem beschlossen, wieder eine Frau in den Vorstand zu berufen. Ein entsprechender Prozess dazu sei bereits aufgesetzt. Damit soll das Führungsgremium künftig wieder aus vier Personen bestehen, so Deutz in seiner Mitteilung weiter.

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