Der Entega-Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt Hanno Benz (links) gratuliert Thomas Schmidt, der ab 2026 neuer Vorstandsvorsitzender der Entega wird Quelle: Entega

Es gibt Momente in Unternehmen, die sind mehr als ein Wechsel auf dem Briefkopf. Sie sind ein Statement, ein Aufbruch, ein bewusstes „Weiter so – aber bitte mit neuer Energie“. Genau so ein Moment steht beim Darmstädter Energieversorger ENTEGA bevor: Thomas Schmidt übernimmt zum 1. Januar 2026 den Vorstandsvorsitz – und tritt damit in die Fußstapfen von Dr. Marie-Luise Wolff, die das Unternehmen über ein Jahrzehnt lang geprägt hat. Was auf dem Papier wie ein geordneter Übergang aussieht, ist in Wirklichkeit ein spannender Führungswechsel mit strategischer Tiefe – und ein Weckruf für die Branche: Zukunft heißt nicht Umbruch, sondern klug gesteuerter Wandel. Wer ist Thomas Schmidt – und was bringt er mit? Thomas Schmidt ist kein Neuling in der Energiebranche – und schon gar kein Unbekannter bei ENTEGA. Der studierte Wirtschaftsexperte kam 2014 zum Unternehmen, führte Tochtergesellschaften wie ENTEGA Plus und ENTEGA Medianet, bevor er 2022 in den Vorstand aufstieg. Dort ist er aktuell für Handel und Vertrieb verantwortlich – also genau die Bereiche, in denen Kundenorientierung, Marktgespür und strategische Weitsicht gefragt sind. Seine berufliche DNA? Beratungsstark, vertriebsnah, digital affin. Erfahrungen bei der Mainova AG in Frankfurt und eine Karriere, die ihn vom Consulting in die Energiewirtschaft führte, zeichnen ihn als einen aus, der zwischen Zahlen, Netzen und Menschen vermitteln kann. Warum der Wechsel jetzt – und warum intern? Mit dem planmäßigen Ausscheiden von Dr. Marie-Luise Wolff zum Jahresende 2025 endet eine Ära. Wolff hat ENTEGA zu dem gemacht, was es heute ist: ein digitales, grünes, stark kommunales Energieunternehmen mit Vorbildcharakter – nicht nur in Südhessen, sondern bundesweit. Dass der Aufsichtsrat mit Thomas Schmidt eine interne Lösung gewählt hat, zeigt zweierlei: Vertrauen in die vorhandene Führungskompetenz. Den Willen zur Kontinuität in einer Branche im Umbruch. Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender, bringt es auf den Punkt: „Die langjährige Erfahrung und tiefe Vertrautheit mit dem Unternehmen machen Thomas Schmidt zur idealen Besetzung.“ ENTEGA heute: Wo das Unternehmen steht ENTEGA ist weit mehr als ein klassischer Energieversorger. Es ist ein Innovationsmotor für die Region, ein Pionier in Sachen Klimaschutz, Digitalisierung und Infrastrukturentwicklung. Das Unternehmen versorgt mehr als 700.000 Kundinnen und Kunden mit Ökostrom, klimaneutralem Gas, Trinkwasser und schnellem Internet – und betreibt gleichzeitig eigene Erzeugungsanlagen und ein wachsendes Netz an digitalen Services. Die wichtigsten Felder der ENTEGA-Strategie: Dekarbonisierung der Energieversorgung Ausbau regenerativer Stromproduktion Kommunale Wärmeplanung Smart Grids und digitale Infrastrukturen Energienahe Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden Thomas Schmidt ist mit all diesen Themen inhaltlich tief vertraut – er hat sie zum Teil selbst mitentwickelt. Genau deshalb wird er den eingeschlagenen Kurs nicht nur fortsetzen, sondern vermutlich mutig justieren und weiterdenken.

Mehr lesen
Leitet weitere fünf Jahre die Geschicke der Stadtwerke Kiel: Frank Meier. Bild: © Stadtwerke Kiel

Manche Entscheidungen treffen genau ins Schwarze – weil sie Verlässlichkeit schaffen, Strategien bestätigen und die nötige Ruhe in bewegten Zeiten bewahren. Genau das ist dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Kiel gelungen, als er die Vertragsverlängerung von Vorstandschef Frank Meier um weitere fünf Jahre beschloss. Und das ist weit mehr als eine Personalie – das ist ein starkes Statement für Kontinuität in der Transformation. Wer ist Frank Meier – und was macht ihn so unverzichtbar? Frank Meier, 59 Jahre, Wirtschaftsingenieur – und seit über einem Jahrzehnt der Kopf hinter der Erfolgsstrategie der Stadtwerke Kiel AG. Seit Ende 2012 steht er an der Spitze des kommunalen Energieversorgers – und hat das Unternehmen konsequent in Richtung Klimaneutralität, Innovationsfähigkeit und Kundenorientierung ausgerichtet. Er gilt als ruhiger Stratege, klar in der Kommunikation, scharf im Denken. Gemeinsam mit Dr. Jörg Teupen, seinem Vorstandskollegen für Technik und Personal, hat Meier in Kiel ein echtes Energie-Leuchtturmprojekt geformt: regional verwurzelt, technologisch führend – und politisch hellwach. Warum ist die Vertragsverlängerung ein starkes Zeichen? Der Schritt des Aufsichtsrats ist mehr als Routine. Es ist ein Bekenntnis zur bisherigen Strategie, zur Vision von Klimaneutralität bis spätestens 2040 – und zu einer Führung, die weiß, wohin die Reise geht. Dr. Georg Müller, Aufsichtsratsvorsitzender und Chef des Hauptaktionärs MVV aus Mannheim, bringt es auf den Punkt: Meier habe maßgeblich dazu beigetragen, die Stadtwerke Kiel als führendes Energieunternehmen im Norden Deutschlands zu etablieren. Und das in einer Zeit, in der die Energiebranche in ganz Europa unter Dauerstress steht – von Krisenpreisen über Gasmangel bis zur Wärmewende. Kiel als Energie-Hotspot: Mehr als nur ein Versorger Die Stadtwerke Kiel sind nicht irgendein kommunaler Player – sie sind ein zentraler Baustein der Energiezukunft in Schleswig-Holstein. Mit rund 190 MW Leistung im Küstenkraftwerk und einem cleveren Mix aus Strom, Fernwärme, Gas und Wasser versorgen sie Tausende Haushalte und Betriebe – und das zunehmend dekarbonisiert, digitalisiert und demokratisiert. Besonders hervorzuheben ist das Küstenkraftwerk Kiel – ein hochmodernes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung, das Strom und Wärme effizient und klimaschonend erzeugt. Es ist nicht nur technologisches Aushängeschild, sondern strategischer Eckpfeiler für die Wärmewende im Norden. Meiers Erfolgsformel: Klarer Kurs statt Aktionismus Was Meier auszeichnet, ist konsequentes Handeln statt kurzfristiger Aktionismus. Seine Führung orientiert sich an drei großen Leitplanken: Wirtschaftlichkeit: Investitionen müssen sich rechnen – heute und morgen. Kundenorientierung: Digitalisierung, Service und Nähe zur Region stehen im Mittelpunkt. Klimaziele: Die Energieversorgung von Kiel soll Stück für Stück klimaneutral werden. Diese Trilogie der Verantwortung wirkt – und sie erklärt, warum die Stadtwerke Kiel auch in Zeiten explodierender Energiepreise stabil, investitionsfähig und zukunftsfit geblieben sind. Klimaneutralität bis 2040 – geht das? Ja – und Meier will diesen Weg weitergehen. Die Stadtwerke setzen auf eine mehrstufige Dekarbonisierungsstrategie. Sie umfasst: Umbau der Wärmeerzeugung, weg von fossilen Quellen. Integration erneuerbarer Energien in Strom- und Wärmenetze. Speicherlösungen und Sektorenkopplung, um Überschüsse intelligent zu nutzen. Effizienzmaßnahmen in bestehenden Netzen und Anlagen. Kundenlösungen wie Mieterstrommodelle, Wärmepumpenförderung oder Solarpakete. Das Ziel ist klar: Klimaneutrale Versorgung ohne Komfortverlust.

Mehr lesen
Andreas Berg übernimmt zum 1. April 2025 das Ressort Technik im Vorstand der Westenergie AG.

Die Energiewende schreitet voran – und sie braucht kluge Köpfe, mutige Entscheidungen und technologische Power. Genau hier setzt die Westenergie AG an, die mit einer Personalentscheidung nicht nur ein neues Kapitel aufschlägt, sondern auch klare Zeichen in Richtung Zukunft setzt: Dr. Andreas Berg übernimmt ab dem 1. April 2025 das Technikressort im Vorstand und tritt damit in die Fußstapfen des langjährigen Experten Stefan Küppers. Aber was bedeutet das für Westenergie, die Region und vor allem für die Energiezukunft Deutschlands? Lass uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen werfen. Wer ist Andreas Berg – und warum ist er der Richtige? Dr. Andreas Berg ist Elektrotechniker mit Leib und Seele – promoviert, erfahren, visionär. Seine Laufbahn liest sich wie das Who’s Who der Energiebranche: Nach seinem Studium und seiner Promotion an der renommierten RWTH Aachen war er bei der VSE-Gruppe tätig und kümmerte sich dort um Schlüsselthemen wie erneuerbare Energien, Digitalisierung, Strategieentwicklung und IT. Später führte ihn sein Weg zur Syna GmbH, einem Netzbetreiber und Tochterunternehmen der Süwag Energie AG (ebenfalls Teil des E.ON-Konzerns), wo er als Technischer Geschäftsführer die digitale und technische Weiterentwicklung maßgeblich prägte. Nun bringt er diese geballte Kompetenz zur Westenergie AG, der größten regionalen Energiedienstleisterin im E.ON-Konzern – mit über 10.000 km Stromnetz, 9.000 km Gasnetz und einer klaren Vision für die digitale Infrastruktur der Zukunft. Mit dem Wechsel von Stefan Küppers zu Andreas Berg kommt es nicht zu einem Bruch, sondern zu einer Evolution. Küppers war über drei Jahrzehnte in der Energiebranche tätig und wird auch weiterhin als Senior Expert in Konzernprojekten sowie in der Verbandsarbeit beim VDE aktiv bleiben. Es ist also ein fließender Übergang mit Erfahrungskontinuität und frischem Innovationsgeist. Und genau das braucht es, denn: Die kommenden Jahre stehen im Zeichen einer massiven Transformation. Die Herausforderungen: Digitalisierung trifft Netzausbau Berg bringt es auf den Punkt: „Um die klimaneutrale Energieversorgung zu erreichen, müssen wir unsere Netze ausbauen und digitalisieren, Prozesse effizient gestalten und die Kundenperspektive stärker einbeziehen.“ Klingt einfach – ist es aber nicht. Denn die Energiewende ist nicht nur eine technologische, sondern auch eine gesellschaftliche Mammutaufgabe. Westenergie steht hierbei an vorderster Front: mit Strom- und Gasverteilnetzen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen, mit zahlreichen Kommunalpartnerschaften und mit einem klaren Fokus auf Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, intelligente Netze und digitale Infrastruktur. Ein neuer Kurs: Technik trifft Menschlichkeit Was Andreas Berg auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Technik mit Menschen zu verbinden. Für ihn ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung und Kundennähe. Sein Ziel: Prozesse optimieren, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Die Kundenperspektive rückt also stärker in den Mittelpunkt. Das bedeutet: transparente Kommunikation, bessere digitale Services, mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten. Denn nur so kann Vertrauen entstehen – und nur so wird die Energiewende zu einer gemeinsamen Aufgabe. Ein Blick nach vorn: Was erwartet uns? Westenergie bereitet sich mit dem Führungswechsel auf eine Zeit intensiver technischer Neuerungen vor. Die Schlüsselbegriffe sind klar: Smart Grids: Intelligente Stromnetze, die sich flexibel an Angebot und Nachfrage anpassen. Sektorkopplung: Strom, Wärme und Mobilität wachsen technisch zusammen. Digitale Steuerungssysteme: Für mehr Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit. E-Mobilität: Ausbau der Ladeinfrastruktur in ländlichen und urbanen Räumen. Cybersecurity: Schutz kritischer Infrastrukturen wird zur Top-Priorität. Künstliche Intelligenz im Netzbetrieb: Für proaktive Wartung und intelligente Lastverteilung. Partnerschaft mit Kommunen: Für individuelle Lösungen vor Ort. All das braucht einen erfahrenen Kapitän – und mit Berg ist einer gefunden, der nicht nur Kurs halten, sondern auch neu navigieren kann. 7 Vorteile des Führungswechsels für Westenergie und die Region: Frische Impulse durch technologische Exzellenz und Digitalisierungsexpertise. Kontinuität im Wandel, da Küppers als Senior Expert weiter aktiv bleibt. Stärkung der Energiewende durch gezielten Ausbau der Infrastruktur. Erhöhte Kundennähe durch neue digitale Schnittstellen und Services. Regionale Verankerung wird vertieft durch kommunale Partnerschaften. Innovationsförderung durch Integration moderner Technologien. Mehr Versorgungssicherheit durch smarte, widerstandsfähige Netzarchitektur. Fakten & Zahlen zur Westenergie AG und dem Wechsel: Unternehmen: Westenergie AG, Tochter der E.ON SE Netzgebiete: NRW, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen Mitarbeitende: Mehrere Tausend, inkl. Kommunalpartnern Neuer Technikvorstand: Dr. Andreas Berg (ab 1. April 2025) Vorgänger: Stefan Küppers (bis September 2025 aktiv) Netzlänge: ca. 10.000 km Strom, 9.000 km Gas Fokusbereiche: Energienetze, Digitalisierung, Elektromobilität

Mehr lesen
Mit Wirkung zum 1. April 2025 hat der Aufsichtsrat der Süwag Energie AG Dr. Sebastian Lührs zum neuen Vorstandsmitglied bestellt. Er wird zunächst das IT-Ressort verantworten.

Mit Wirkung zum 1. April 2025 hat der Aufsichtsrat der Süwag Energie AG Dr. Sebastian Lührs zum neuen Vorstandsmitglied bestellt. Er wird zunächst das IT-Ressort verantworten. Der 45-jährige promovierte Kaufmann Sebastian Lührs startet zum 1. April 2025 als IT-Vorstand in Frankfurt/Main bei der Süwag Energie. Zum 1. Juli 2025 übernimmt er dann zusätzlich die Ressorts Finanzen, Netz, Einkauf, Recht und Revision und folgt damit auf Dr. Markus Coenen, der nach langjähriger Vorstandstätigkeit planmäßig ausscheidet und sich neuen Herausforderungen widmet. Sebastian Lührs leitet das Unternehmen dann gemeinsam mit dem langjährigen Vorstandsmitglied Mike Schuler, der Vertrieb, Erzeugung, Strategie, Personal und Kommunikation verantwortet. Lührs ist seit 2012 in verschiedenen Funktionen innerhalb der Eon-Gruppe tätig. Unter anderem leitete er mehrere Jahre die Unternehmensentwicklung der Avacon AG. Er bringe umfassende Projekt- und Führungserfahrung mit, zuletzt als Vice President im Netzbereich der Eon, hieß es in einer Unternehmensmitteilung. Hier verantwortete er bislang die strategische Steuerung und wirtschaftliche Weiterentwicklung des deutschen Netzgeschäfts. „Ich bin überzeugt, dass Sebastian Lührs die Süwag in den kommenden Jahren voranbringen und im aktuellen Zeitgeist weiterentwickeln wird“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Süwag Energie, Bernd Böddeling. „Sein unternehmerischer Tatendrang und seine strategischen Fertigkeiten werden der Süwag neue Impulse geben“, hofft Böddeling.

Mehr lesen
Cordes wird ein Geschäftsführer der Stadtwerke Lingen

Die Stadtwerke Lingen (Niedersachsen) haben Hermann Cordes als neuen technischen Geschäftsführer verpflichtet. Er soll spätestens am 1. Oktober 2025 seine Position antreten. Die Bestellung von Hermann Cordes zum neuen technischen Geschäftsführer traf der Aufsichtsrat der Stadtwerke Lingen Ende März 2025. Die Empfehlung stammte vom Personalausschuss, und nach seiner persönlichen Vorstellung im Aufsichtsrat entschied das Gremium einstimmig. Cordes tritt an die Seite von Thorsten Schlamann, der seit 2024 kaufmännischer Geschäftsführer ist. Der 55-jährige gebürtige Meppener Hermann Cordes bringt Erfahrung in der Energiewirtschaft mit, vor allem in den Bereichen Netzgeschäft, Energie- und Wasserversorgung. Bereits in der Vergangenheit war er als Technischer Leiter für die Stadtwerke Lingen tätig, bevor er 2013 zur EWE Netz GmbH wechselte, wo er die Netzregion Ostfriesland leitete. In Personalunion wird Hermann Cordes die technische Geschäftsführung auch bei der Wirtschaftsbetriebe Lingen GmbH sowie den Windpark-Gesellschaften übernehmen. Er ersetzt den amtierenden Geschäftsführer Hans-Martin Gall, der zum 1. Juli 2025 zur Bodensee-Wasserversorgung nach Stuttgart wechselt.

Mehr lesen
Kerstin Andreae -Energiemanagerin des Jahres 2025 - energie & management Quelle BDEW 2

Ehrung für herausragendes Energiemanagement: Kerstin Andreae zur „Energiemanagerin des Jahres 2025“ gekürt Die renommierte Auszeichnung „Energiemanager des Jahres“ geht in diesem Jahr an eine herausragende Stimme der deutschen Energiewirtschaft: Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), erhält den Preis für ihre entscheidende Rolle bei der Transformation des Energiesektors. Die Jury würdigt insbesondere ihr strategisches Geschick und ihre Führungsstärke in herausfordernden Zeiten, in denen sie den BDEW zu einem zentralen Akteur der Energiewende weiterentwickelt hat. Der Preis „Energiemanager des Jahres“ wurde vor mehr als 20 Jahren von E&M-Herausgeber Helmut Sendner ins Leben gerufen. Das Medienhaus Energie & Management würdigt damit herausragende Leistungen im Bereich nachhaltiges Energiemanagement. Eine Jury mit Experten und Expertinnen aus Energiewirtschaft, Wissenschaft und Medien bestimmt die jährliche Preisträgerin beziehungsweise den jährlichen Preisträger. Die Jury hat überzeugt, wie Andreae den BDEW in den vergangenen Jahren durch bewegte Zeiten geführt hat. Nach dem Stopp der russischen Gaslieferungen hat sie maßgeblich dazu beigetragen, die Gasversorgung in Deutschland auf ein neues Fundament zu stellen. Sie setzt sich für den Umbau der Wärmeversorgung ein, dabei auf den gezielten Ausbau sowie die Förderung der meist kommunalen Wärmenetze. Ein weiteres Thema, das ihr am Herzen liegt, ist Planungssicherheit für die Energiewirtschaft in Zeiten der Energiewende, die sie maßgeblich unterstützt. Unter ihrer Führung hat sich der BDEW konsequent weiterentwickelt. Dabei gilt es, die Balance zwischen großen Energieversorgern, Stadtwerken und regionalen Energieversorgern und den kleinen kommunalen Unternehmen zu finden sowie über alle Wertschöpfungsstufen – Erzeugung, Handel, Netze, Vertrieb – hinweg Themen voranzubringen. Weiterhin ist Andreae das zentrale Sprachrohr der Energiewirtschaft in die Politik. Ausdruck ihrer Wertschätzung war die Vertragsverlängerung als BDEW-Chefin im März 2024 um weitere fünf Jahre. Kerstin Andreae sagt über sich selbst: „In meiner Rolle als Verbandschefin der Energiewirtschaft habe ich die Ehre, die Stimme unserer Mitgliedsunternehmen zu sein. Mit großer Leidenschaft setze ich mich für ihre Interessen ein und agiere an der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik. Ein strategischer Weitblick ist dabei unverzichtbar – wir denken nicht in Jahren, sondern in Jahrzehnten. Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit erfordern ein sensibles Gleichgewicht und die Branche spielt dabei eine zentrale Rolle. Dabei leitet mich eine optimistische Haltung, die unsere gemeinsamen Ziele stets klar im Blick behält.“ Vita Andreae: Kerstin Andreae wurde am 21. Oktober 1968 in Schramberg im Schwarzwald geboren. Sie studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg und sammelte erste Berufserfahrung im Projektmanagement und im Bereich erneuerbarer Energien. 2002 zog sie als Abgeordnete der Grünen in den Bundestag ein. Dort war sie unter anderem kommunal- und wirtschaftspolitische Sprecherin sowie stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Seit 2019 ist Andreae Hauptgeschäftsführerin des BDEW. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Berlin.     Die Entscheidung der Jury für Kerstin Andreae als „Energiemanagerin des Jahres 2025“ fiel mit großer Mehrheit – und wird von den Jurymitgliedern einstimmig als konsequente Wahl bezeichnet. Mit ihrer strategischen Weitsicht, ihrem Pragmatismus und ihrer Fähigkeit, zwischen politischen Anforderungen und den Interessen der Branche zu vermitteln, habe sie sich als eine der wichtigsten Stimmen der Energiewirtschaft etabliert. Jury hebt Führungsstärke und strategischen Weitblick hervor Helmut Sendner, Initiator des Preises und Jurymitglied, betont: „Kerstin Andreae ist keine klassische Energiemanagerin, die ausschließlich an Umsatz- und Gewinnsteigerungen gemessen wird. Sie ist eine Möglich-Macherin für die 2.000 Mitglieder des BDEW, eine pragmatische Diskussionspartnerin in der politischen Auseinandersetzung und eine einflussreiche Stimme in der öffentlichen Wahrnehmung.“ Prof. Christian Held, Partner der Kanzlei Becker Büttner Held und ebenfalls Jurymitglied, unterstreicht: „Andreae hat eine beeindruckende (energie-)politische Laufbahn hinter sich und leitet mit großem Geschick den wichtigsten Verband der deutschen Energiewirtschaft. Sie verbindet Interessenvertretung mit gesellschaftlicher Verantwortung – eine Fähigkeit, die heute wichtiger denn je ist.“ Dr. Christof Spangenberg, Geschäftsführer der m3 management consulting GmbH und Jurymitglied, ergänzt: „Sie vereint Vision und Machbarkeit zu einer realistischen Agenda und sorgt dafür, dass Fortschritt mit Pragmatismus einhergeht. Ihr strategisches Geschick macht sie zu einer der zentralen Stimmen der Branche.“ Über den Preis „Energiemanager des Jahres“ Die renommierte Auszeichnung wurde vor über 20 Jahren vom Medienhaus Energie & Management ins Leben gerufen und wird in Kooperation mit Becker Büttner Held sowie m3 management consulting GmbH verliehen. Eine hochkarätige Jury aus führenden Experten der Energiewirtschaft bestimmt jedes Jahr die Preisträgerin oder den Preisträger. Weitere Informationen unter www.energiemanager-des-jahres.de. Preisverleihung im Rahmen der E&M-Energiemanager-Tagung Die feierliche Preisverleihung an Kerstin Andreae findet am 25. September 2025 im Rahmen der Abendveranstaltung der E&M-Energiemanager-Konferenz in Berlin statt. Die Laudatio hält Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen. Die Konferenz widmet sich dem aktuellen Spannungsfeld zwischen Energieversorgern und Industrie. Hochrangige Experten werden die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen der Branche diskutieren. Die Veranstaltung ist öffentlich – weitere Informationen und Anmeldung unter www.energiemanager-online.de.

Mehr lesen

Durch den Ukrainekrieg hat der russische Gaskonzern Gazprom einen beträchtlichen Teil seines europäischen Absatzes verloren. Das hat nun Konsequenzen. Der russische Energiekonzern Gazprom steht vor einer großen Entlassungswelle. Laut übereinstimmenden Medienberichten plant das Unternehmen, bis zu 1.600 Stellen am Hauptsitz im russischen St. Petersburg zu streichen. Dies entspricht etwa 40 Prozent der dortigen Belegschaft. Die Maßnahme soll in einem internen Schreiben der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Elena Ilyukhina an den Vorstandsvorsitzenden Alexei Miller von Gazprom angekündigt worden sein. Die geplanten Entlassungen sind eine Reaktion auf erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten, die durch den Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden EU-Sanktionen verursacht wurden. Gazprom meldete für das Jahr 2023 einen Verlust von 629 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 6 Milliarden Euro), den größten seit mindestens 25 Jahren. Der Umsatz des Unternehmens sank um fast 30 Prozent auf 8,5 Billionen Rubel (rund 80 Milliarden Euro). In dem Schreiben betont Ilyukhina die Notwendigkeit, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und redundante Funktionen abzuschaffen. Die Entlassungen sollen ausschließlich das Zentralbüro in St. Petersburg betreffen, während die landesweiten Niederlassungen unberührt bleiben. Analysten weisen darauf hin, dass europäische Länder wie Deutschland schneller als erwartet alternative Gasquellen erschlossen haben, was Gazproms Marktstellung nachhaltig geschwächt hat. Die geplanten Maßnahmen verdeutlichen die anhaltenden Schwierigkeiten des Unternehmens, sich an die neuen geopolitischen Realitäten anzupassen.

Mehr lesen

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat Neubesetzungen in der Geschäftsführung für den deutschen Markt bekannt gegeben. Zum Jahreswechsel übernimmt Robert Zurawski, bisher Finanzchef von Vattenfall Deutschland, die Position des Deutschland-Chefs. Er folgt auf Christian Barthelemy, der im Oktober als Personalvorstand der Vattenfall-Gruppe zurückgetreten ist. Zudem wird Franziska Marini zur Arbeitsdirektorin der Vattenfall GmbH berufen. Der Aufsichtsrat der deutschen Tochtergesellschaft hat die Entscheidungen am 19. Dezember getroffen und der Öffentlichkeit mitgeteilt. Zurawski ist, wie es in der Mitteilung heißt, seit 25 Jahren für den Energiekonzern tätig. Seit fast zehn Jahren verantwortet die Finanzen des Geschäftsbereichs Erneuerbare Energien („BA Wind“) auf europäischer Ebene. Marini, die im Jahr 2022 zu Vattenfall gekommen ist, leitete zuvor den Personalbereich im europaweiten Energiehandel und der zentralen Anlagenoptimierung der Vattenfall-Gruppe („BA Markets“). Anna Borg, Präsidentin und CEO von Vattenfall gab aus dem Anlass die Wachstumsfelder der deutschen Landesgesellschaft vor. Sie erklärte „Franziska und Robert“ unterstützen den Konzern dabei, „im Bereich der regenerativen Stromerzeugung, Speichertechnologien, Handel, Endkundengeschäft und Elektromobilität weiterzuwachsen“.

Mehr lesen

Anja Köhler-Damm ist nicht mehr Geschäftsführerin des Versorgers in Sachsen. Anja Köhler-Damm ist nicht mehr Geschäftsführerin der Städtischen Werke Borna GmbH. Die Leipziger Volkszeitung meldete, dass Köhler-Damm seit dem 1. Januar nicht mehr den Posten des Versorgers in Sachsen besetzt. Das Unternehmen bestätigte auf Anfrage der Redaktion die Personalie. „Die Geschäftsführerin Frau Köhler-Damm hat das Unternehmen zum 31.12.2024 verlassen. Aus persönlichen (vorrangig familiären) Gründen hatte sich Frau Köhler-Damm dazu entschieden, einer Wiederbestellung als Geschäftsführerin der SWB nicht zur Verfügung zu stehen“, teilte Alexander Wernick mit. Wernick, der kaufmännischer Leiter bei den Städtischen Werken ist, führt das Unternehmen derzeit als Interims-Geschäftsführer. „Mit Wirkung zum 01.01.2025 habe ich das Amt als Interimsgeschäftsführer der Städtischen Werke Borna übernommen. So können wir für die SWB eine reibungslose Fortführung der Aktivitäten und Projekte sicherstellen.“ Über einen Personaldienstleister werde nun eine Nachfolge für die Geschäftsführung gesucht. Wie die Leipziger Volkszeitung schreibt, seien offenbar auch unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens ein Hintergrund der Personalie. Kritik habe es zuletzt auch an den hohen Fernwärmepreisen gegeben, die nach Aussagen von Großabnehmern zu den höchsten in Deutschland zählen sollen.

Mehr lesen

Seit Januar 2025 verstärkt Johannes-Jürgen Laub als zweiter Geschäftsführer das Führungsteam der Stadtwerke Gifhorn. Die Stadtwerke Gifhorn in Niedersachsen haben seit dem 1. Januar mit Johannes-Jürgen Laub neben Olaf Koschnitzki einen weiteren Geschäftsführer. „Laub, der derzeit als Erster Stadtrat in Gifhorn tätig ist, bringt einen reichen Schatz an Erfahrungen aus der kommunalen Verwaltung mit“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Er kommt für Rainer Trotzek, der Ende 2024 seine Geschäftsführertätigkeit beendet hat. Trotzek bleibt der Stadt Gifhorn bis Sommer 2025 in seiner Rolle als Kämmerer erhalten, bevor er in den Ruhestand tritt. Laub werde gemeinsam mit Koschnitzki die strategischen und operativen Ziele der Stadtwerke weiter vorantreiben. Die Stadtwerke Gifhorn gehören mehrheitlich der Stadt. Die Braunschweiger Versorger BS Energy ist mir 49 Prozent Minderheitsgesellschafter. Das Unternehmen bietet als Hauptgeschäftsfelder Strom und Erdgas an.

Mehr lesen

Der erste Gehaltstarifvertrag für 2025 in der Energiewirtschaft ist vereinbart. Für die 30.000 Eon- und Tennet-Mitarbeitenden gibt es 4,6 Prozent mehr. Die 30.000 Arbeitnehmer und Auszubildenden des Eon-Konzerns und des Übertragungsnetzbetreibers Tennet bekommen vom 1. Januar 2025 an 4,6 Prozent mehr Gehalt. Auf einen entsprechenden Gehaltstarifvertrag haben sich Arbeitgeber und die Gewerkschaften Bergbau-Chemie-Energie (BCE) sowie Verdi am 5. November schon in einer zweiten Verhandlungsrunde geeinigt. Das Zahlenwerk gilt auch für die Eon-Töchter Avacon, Bayernwerk, Edis, EnviaM, Westenergie und Preussen Elektra. Es gilt nur bis 31. Januar 2026; die IG BCE hatte der Presse aus Versehen ein späteres Datum genannt. Gewerkschaftsmitglieder erhalten einen freien Tag mehr, Azubis auch eine abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 900 Euro. Ihre Übernahmegarantie wurde zudem bis Ende 2029 verlängert. Die Beschäftigten erhalten nach Darstellung der IG BCE einen „verdienten Anteil an der guten wirtschaftlichen Lage“ von Eon und seiner ehemaligen Übertragungsnetz-Tochter Tennet. „Wir haben alle Punkte, die uns wichtig waren, umgesetzt“, betonte ihr Verhandlungsführer Holger Nieden. Das ist eine kühne Bewertung, denn die Gewerkschaften waren in die Verhandlungen, die im November begonnen hatten, mit der Forderung nach 8,5 Prozent mehr Gehalt, aber mindestens 350 Euro mehr, und einer noch kürzeren Laufzeit von zwölf Monaten gegangen (wir berichteten). Damit ist der erste Lohnabschluss in der Energiewirtschaft für das nächste Jahr unter Dach und Fach. Kürzlich hatten sich die Tarifpartner bei Uniper geeinigt (das auch einmal zu Eon gehörte), dabei war es aber nur um einen verlängerten Kündigungsschutz in der geplanten Reprivatisierung gegangen (wir berichteten). Stadtwerke drohen in tariflose Zeit zu laufen Für tarifgebundene Stadtwerke muss dagegen erst ein neuer Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TVV) ausgehandelt werden. Der gültige TVV läuft Ende des Jahres aus. Er baut traditionell auf dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst in den Kommunen (TVöD VKA – Kommunen) auf, für den es ebenfalls nur Gewerkschaftsforderungen gibt: Verdi fordert für die 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen ein Plus von 8 Prozent, aber mindestens 350 Euro monatlich. Weitere Forderungen: drei freie Tage mehr für alle, sogar vier für Gewerkschaftsmitglieder, für Azubis 200 Euro mehr, die Einführung eines Zeitkontos und nur zwölf Monate Laufzeit. Lediglich für die Länder gibt es einen ausgehandelten Tarifvertrag. Er sieht zum 1. November 2024 200 Euro mehr und zum 1. Februar 2025 noch einmal 5,5 Prozent mehr Gehalt, aber mindestens 340 Euro mehr vor.

Mehr lesen

Offenbar übertriebene Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung des Photovoltaikmarkts führten zum Aufbau von Kapazitäten, die in der nunmehrigen „Solarkrise“ nicht benötigt werden. Der oberösterreichische Technologiekonzern Fronius mit Sitz in Pettenbach etwa 45 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Linz baut 350 seiner rund 8.000 Beschäftigten ab. Als Grund nennt er die sogenannte „Solarkrise“: Wie auch andere österreichische Anbieter von Photovoltaikanlagen und entsprechenden Zusatzkomponenten hatte Fronius seine Erzeugungskapazitäten in den Jahren 2022 und 2023 erheblich erweitert. Das Unternehmen wollte damit vom „PV-Boom“ profitieren, der sich um den Krieg in der Ukraine ergeben hatte. Es investierte etwa 420 Millionen Euro in seine Fabriken in den oberösterreichischen Kommunen Sattledt und Krumau und warb rund 2.000 neue Arbeitskräfte an. Wie Fronius-Chefin Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß nun einräumte, erwiesen sich die Erwartungen auf gute Geschäfte jedoch offenbar als übertrieben: Heuer würden in Österreich etwa 30 bis 40 Prozent weniger PV-Anlagen installiert als 2023. Die Nachfrage seitens Installateuren und Großhändlern sei wegen nach wie vor gut gefüllter Lager schwach. Bedingt sei dies nicht zuletzt durch das mangelnde Interesse der Endkunden infolge der zurückgehenden Strompreise. Ferner bestünden Unklarheiten hinsichtlich der Förderungen für PV-Anlagen. Überdies klagte Engelbrechtsmüller-Strauß über „Dumpingpreise“ chinesischer Hersteller, gegen die die EU nicht entschlossen genug vorgehe. Immerhin soll der angekündigte Personalabbau laut Engelbrechtsmüller-Strauß zumindest bis auf Weiteres ausreichen, um die Personalkosten von Fronius auf ein wettbewerbstaugliches Niveau zu bringen. Das 1945 von ihrem Großvater als Ein-Mann-Betrieb gegründete Unternehmen gilt als österreichischer Vorzeigebetrieb im PV-Sektor. Im Jahr 2023 erwirtschaftete Fronius rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz. Davon entfielen rund 960 Millionen Euro auf den Solarsektor, 560 Millionen Euro auf die Schweißtechniksparte sowie 80 Millionen Euro auf das Geschäft mit Batterieladesystemen.

Mehr lesen

Die Eon Energy Infrastructure Solutions bekommt einen neuen CEO. Er kommt von Avacon, was eine ganze Reihe von Neubesetzungen auslöst. Marten Bunnemann, seit 2018 Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Helmstädter Avacon AG, wird zum 1. September 2024 CEO der Eon Energy Infrastructure Solutions (EIS) bei Eon. Er übernimmt damit die Gesamtverantwortung für das Geschäft mit integrierten, nachhaltigen Energielösungen für Städte und Industrien des Eon-Konzerns in 15 europäischen Ländern, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Bunneman ist bereits seit 2005 in verschiedenen Positionen für den Eon-Konzern tätig gewesen und seit September 2017 Mitglied des Vorstands der Avacon, die ebenfalls zum Eon-Konzern gehört. Seine Nachfolge als Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Avacon tritt Matthias Boxberger an. Er ist seit 2013 als Vorstandsvorsitzender und Ressortvorstand Technik der Eon-Tochter Hansewerk AG tätig. Den Posten des Hansewerk Vorstandsvorsitzenden wiederum übernimmt ebenfalls zum 1. September der bisherige Hansewerk-Finanzvorstand Christian Fenger. Zum Nachfolger von Boxberger als Technikvorstand berief der Aufsichtsrat Benjamin Merkt. Dieser war bislang als Vorstand Netztechnik bei der Schleswig-Holstein Netz AG tätig, die ebenfalls zur Hansewerk-Gruppe gehört.

Mehr lesen

Der Fachkräftemangel ist derzeit eine der zentralen Herausforderungen für die Energiewirtschaft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen der Kunden an ein hochwertiges Kundenerlebnis: Verfügbarkeit und Responsivität digitaler Services werden zum Differenzierungsfaktor in einem stark Commodity-geprägten Marktumfeld. Um sich für zukünftige Lastspitzen zu wappnen und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit der eigenen Prozesslandschaft auszubauen, gehört die Automatisierung von Prozessen zu den wichtigsten Aufgaben von Energieunternehmen.   RPA als Schlüssel für eine kostengünstige Automatisierung Hier setzt die Robotic Process Automation (RPA) an. Dabei handelt es sich um eine Form der robotergestützten Prozessautomatisierung, die es ermöglicht, hochvolumige und stark repetitive Aufgaben automatisiert auszuführen. Im Gegensatz zu Business Process Automation (BPA) oder anderen Formen der Automatisierung, die Prozesse neu aufsetzen, werden bei RPA Softwareprogramme oder Bots programmiert, die die menschliche Interaktion mit der Software imitieren. Dadurch können Prozesse sehr schnell und kostengünstig automatisiert abgebildet werden, ohne aktiv in die bestehende Systemlandschaft einzugreifen. Dabei wird zwischen „Attended“ und „Unattended“ Bots unterschieden: Attended ist der Prozess, wenn der Anwender den Bot direkt auf seinem Arbeitsplatz startet und die Verarbeitung für ihn sichtbar ist, im unattended Modus läuft der Bot im Hintergrund, ggf. auf einer eigenen virtuellen Workstation. Attended Bots werden vom Benutzer manuell gestartet, während unattended Bots zu festgelegten Zeiten starten oder durch Ereignisse wie API-Aufrufe ausgelöst werden.   Potenziale von RPA Durch diese Simulation einzelner Prozessschritte ermöglicht RPA die Automatisierung von Routineaufgaben und entlastet damit die Mitarbeiter, die sich dann komplexeren Tätigkeiten, wie z.B. dem persönlichen Kundenkontakt, widmen können. Gleichzeitig können die Durchlaufzeiten von Standardprozessen effektiv verkürzt und die Fehlerquote im Vergleich zur manuellen Bearbeitung reduziert werden, was letztlich zu Kosteneinsparungen führt. Die Kundinnen und Kunden profitieren wiederum von einer permanenten Verfügbarkeit der Services unabhängig von Geschäfts- und Servicezeiten sowie von kürzeren Bearbeitungszeiten ihrer Anfragen. Der größte Vorteil von RPA im Vergleich zu anderen Formen der Prozessautomatisierung liegt in der vereinfachten Implementierbarkeit der Lösungen. So erfordern die meisten kommerziellen Lösungen am Markt weder Programmierkenntnisse noch tiefgreifende Änderungen an der bestehenden Systemlandschaft. Die zu automatisierenden Prozesse können einfach aufgenommen und nach Bedarf konfiguriert werden. Dabei steht dem Anwender eine große Auswahl an vordefinierten Funktionen zur Verfügung, die per Drag & Drop miteinander verknüpft werden. Dies reduziert die Einführungszeit und -kosten erheblich. Demgegenüber stehen höhere Prozessdurchlaufzeiten als bei klassischen Automatisierungslösungen und eine Wartungsanfälligkeit bei sich ändernden Benutzeroberflächen. Anwendungsfelder für RPA in energiewirtschaftlichen Kernprozessen Aufgrund der beschriebenen Eigenschaften eignet sich RPA vor allem dort, wo manuelle, standardisierte Prozesse mit hoher Frequenz durchgeführt werden. Diese Potenziale wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Energiemarktdienstleister (BEMD e.V.) im Hinblick auf die Kernprozesse in der Energiewirtschaft untersucht. Denn gerade in der Energiewirtschaft sind viele Abläufe strukturiert, regelbasiert und vor allem zeitintensiv. Hier können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von EVU, Messstellenbetreibern oder Verteilnetzbetreibern wirksam entlastet und für Tätigkeiten mit individuell höherer Komplexität eingesetzt werden. Im Folgenden werden drei ausgewählte Beispiele für energiewirtschaftliche Kernprozesse vorgestellt, die mit Hilfe von RAP automatisiert werden können: Use Case 1: Plausibilisierung von Zählerständen Nachdem Kunden oder Dienstleister die Zählerstände eingegeben haben, werden diese im Abrechnungssystem des Energieversorgers auf Plausibilität geprüft. Bei Unstimmigkeiten erfolgt eine manuelle Prüfung. Dieser Arbeitsschritt kann durch eine definierte Logik automatisiert werden. Ein Beispiel für einen solchen Klärungsfall ist der “Nullverbrauch”. Hier kann der Roboter automatisiert nachfragen, ob es sich um einen Leerstand handelt oder ob der Zählerstand vom EVU oder einem anderen Dienstleister erfasst wurde. Use Case 2: Lieferantenclearing Im klassischen Lieferantenclearing können teilautomatisierte Prozesse im Zusammenspiel zwischen RPA, Kunde und Sachbearbeiter die Durchlaufzeiten effektiv verkürzen. Dabei wird der Interessent nach Prüfung der Eingangsliste durch den Sachbearbeiter automatisiert kontaktiert. Nach Rücksendung der Daten durch den Kunden legt der Roboter die Vorgänge im System an und archiviert die Dokumente. RPA prüft die Wiedervorlage und der Sachbearbeiter gibt den Kunden über ein abschließendes Quality Gate frei.  Auf diese Weise sinkt die durchschnittliche Bearbeitungszeit von 12 auf 4 Minuten, was einer Aufwandsersparnis von 66 Prozent entspricht. Use Case 3: Tarifwechsel Die RPA-unterstützte Bearbeitung von Tarifänderungen zeigt, wie verschiedene Automatisierungstechnologien kombiniert werden können. So können die vom Kunden per Post zurückgesendeten Vertragsunterlagen mittels OCR-Technologie ausgelesen und dem Roboter in strukturierter Form zur vollautomatischen Verarbeitung zur Verfügung gestellt werden. Der Automatisierungsgrad liegt hier bei 85-90 Prozent bei einer Fehlerquote von null Prozent.   Schrittweise Implementierung Um die beschriebenen Effizienzpotenziale durch den Einsatz von RPA in den eigenen Prozessen zu heben, sollten Unternehmen bei der Implementierung einige wesentliche Erfolgsfaktoren berücksichtigen: Geeignete Prozesse auswählen Für den erfolgreichen Einsatz und die Akzeptanz von RPA ist die sorgfältige Auswahl der zu automatisierenden Prozesse von großer Bedeutung. Dabei sollten Unternehmen zum einen bestimmte technische Anforderungen wie Regelbasiertheit und Stabilität des Prozesses, Zugriffsmöglichkeiten auf die beteiligten Systeme oder standardisierte Lesbarkeit des Inputs berücksichtigen. Zum anderen sollten Prozesse ausgewählt werden, die ein hohes Amortisationspotenzial aufweisen. Zielparameter festlegen Klare Zielparameter sind elementar, um den Erfolg der RPA-Implementierung zuverlässig bewerten und gegebenenfalls gegensteuern zu können. Dazu sollten Unternehmen bereits zu Beginn der Implementierungsbemühungen entsprechende KPIs definieren, die bei der Bewertung des Implementierungsfortschritts berücksichtigt werden sollten. Dies reicht beispielsweise von implementierungsbezogenen Erfolgskennzahlen wie Implementierungszeiten oder Fehlerquoten bei automatisierten Prozessen bis hin zu ergebnisorientierten Kennzahlen wie Kapazitätseinsparungen, Durchlaufzeiten oder Mitarbeiterzufriedenheit. Stakeholder einbinden Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Einführung von RPA ist die rechtzeitige Einbindung der relevanten Stakeholder zum richtigen Zeitpunkt. In der Initialisierungsphase des Projekts spielen sowohl interne Projektsponsoren als auch Prozessexperten und Lead User, die die Prozesse kennen und bewerten können, eine wichtige Rolle. Später müssen interne oder externe Experten identifiziert werden, die die Umsetzung begleiten. Schließlich müssen in der Umsetzungsphase die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen eines Change- und Enablement-Programms frühzeitig eingebunden werden, um möglichen Vorbehalten entgegenzuwirken und die Akzeptanz der Lösung in der Organisation zu erhöhen. Anbieter evaluieren Mittlerweile gibt es auf dem RPA-Markt eine Vielzahl unterschiedlicher kommerzieller Produkt- und Lösungsanbieter. Bei der Auswahl des richtigen Technologiepartners sollten Unternehmen neben dem Kosten- und Lizenzmodell vor allem auf Kriterien wie mögliche Lösungserweiterungen, z.B. in Richtung Process Mining oder KI-Anbindung, sowie die angebotenen SLAs achten. RPA-Pipeline aufbauen Um eine hohe Akzeptanz für die RPA-Implementierung zu gewährleisten und Investitionsrisiken zu vermeiden, empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen, bei dem zunächst wenige, ausgewählte Prozesse..

Mehr lesen
(Foto: Berliner Stadtwerke GmbH/Jack Simanzik)

Kerstin Busch, die bisherige Chefin der Berliner Stadtwerke, wechselt zum Energiekonzern Vattenfall. In ihrer neuen Rolle bei Vattenfall wird sie das technische Vorstandsressort in der Vattenfall Wärme Berlin AG übernehmen. Dieser Wechsel markiert auch das zunehmende Engagement des Landes Berlin bei dem Versorger, besonders im Hinblick auf die Fernwärmeversorgung der Stadt. Busch, die seit 2018 als technische Geschäftsführerin bei den Berliner Stadtwerken tätig war, bringt ihre Expertise nun in das kommunale Unternehmen ein, welches demnächst vom Land Berlin übernommen werden soll​. Der Wechsel von Kerstin Busch zu Vattenfall steht symbolisch für die dynamischen Veränderungen in der Energiebranche, insbesondere im Bereich der Fernwärmeversorgung. Ihre Erfahrungen und Kenntnisse in technischen und infrastrukturellen Angelegenheiten werden für Vattenfall von großem Wert sein, besonders in einer Zeit, in der das Unternehmen und die Stadt Berlin gemeinsame Ziele hinsichtlich der Energieversorgung und des Klimaschutzes verfolgen. Bei den Berliner Stadtwerken war Busch insbesondere für technische Aspekte zuständig, was sie zur idealen Kandidatin für die Übernahme des technischen Vorstandsressorts bei der Vattenfall Wärme Berlin AG macht. Ihre Aufgabe wird es sein, die Fernwärmeversorgung in Berlin auszubauen und zu verbessern, ein Bereich, der für die Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt von entscheidender Bedeutung ist. Dieser Wechsel ist auch ein Hinweis auf die zunehmende Verflechtung zwischen öffentlichen und privaten Akteuren im Energiebereich. Die Beteiligung des Landes Berlin an Vattenfall, insbesondere im Hinblick auf die Fernwärme, zeigt das Bestreben, die Energieinfrastruktur der Stadt nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit zwischen erfahrenen Führungskräften wie Kerstin Busch und großen Energieunternehmen wie Vattenfall ist ein wesentlicher Schritt, um innovative Lösungen für die Herausforderungen im Energiebereich zu entwickeln. Es spiegelt die gemeinsamen Bemühungen wider, die Energieversorgung zu dekarbonisieren, die Effizienz zu steigern und die Energieunabhängigkeit zu fördern, um letztendlich eine nachhaltigere und klimafreundlichere Zukunft für Berlin zu schaffen.

Mehr lesen
DEW21

Steffen Püschel hat kürzlich die Rolle des Vertriebsleiters bei DEW21, einem Energie- und Wasserversorger in Dortmund, übernommen. Diese Personalie, die Anfang Februar 2024 bekannt gegeben wurde, markiert einen signifikanten Schritt sowohl für Püschel als auch für DEW21​​​​. Püschel bringt eine umfangreiche Erfahrung aus der Energiebranche mit zu DEW21. Vor seinem Wechsel war er in verschiedenen führenden Positionen bei der E.ON Energie Deutschland GmbH tätig, zuletzt als Vice President für Organisations- und Kulturentwicklung. In dieser Position leitete er Change-Projekte, die darauf abzielten, die Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens neu zu strukturieren, um es an das dynamische Marktumfeld anzupassen​​. Seine Ernennung wird von DEW21 als strategischer Gewinn gesehen, nicht nur aufgrund seiner fachlichen Expertise, sondern auch wegen seiner tiefen Verwurzelung in Dortmund. Püschel ist in der Stadt geboren und aufgewachsen, was ihm ein tiefes Verständnis für die Region und ihre Besonderheiten verleiht. Dr. Gerhard Holtmeier, ein Vertreter von DEW21, hebt hervor, dass Püschels Hintergrund und Kenntnisse ihn ideal positionieren, um das Vertriebsgeschäft des Unternehmens zu leiten und weiterzuentwickeln​​. Püschel selbst sieht seine neue Position bei DEW21 als Gelegenheit, nicht nur das traditionelle Vertriebsgeschäft zu stärken, sondern auch aktiv an der Gestaltung der Energiewende in Dortmund mitzuwirken. Er betont die Bedeutung der Bewältigung der aktuellen Energiekrise und sein Ziel, neue Geschäftsfelder zu entwickeln, die zur Energiewende beitragen​​. Insgesamt verspricht Steffen Püschels Übernahme des Vertriebsleiterpostens bei DEW21 einen frischen und dynamischen Ansatz in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, insbesondere in einer Zeit, in der die Energiebranche vor großen Herausforderungen und Chancen steht. Seine Erfahrung und lokale Verbundenheit positionieren ihn als Schlüsselfigur für DEW21’s zukünftige Entwicklungen und Erfolge.

Mehr lesen

Christian Kühn folgt beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung auf Wolfram König. Er verantwortet künftig unter anderem das Auswahlverfahren für das geplante Endlager. Zum 15. Februar 2024 übernimmt Christian Kühn (Grüne) die Leitung des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Er folgt dort auf Wolfram König, der Ende Januar 2024 in den Ruhestand gehen wird. Das teilte das Bundesumweltministerium (BMUV) nun mit. Kühn ist seit 2013 Mitglied des Bundestags und seit 2021 Parlamentarischer Staatssekretär im BMUV. Der Politikwissenschaftler und Soziologe verfüge über eine hohe fachliche Expertise für die Themen des BASE und bringe zudem breite Erfahrungen in gesellschaftlichen Partizipations- und Moderationsprozessen mit, heißt es aus dem Ministerium. Seine Mandate als Vorsitzender in den Aufsichtsräten der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) sowie als Vorsitzender des Aufsichtsrats der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung habe der 44-Jährige nach der Kabinettsentscheidung am 24. Januar und seiner Benennung niedergelegt, hieß es. Amtsinhaber Wolfram König leitet das BASE seit 2016. Zuvor war der Diplom-Ingenieur für Architektur und Stadtentwicklung mehr als 18 Jahre lang Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) gewesen, das auch verantwortlicher Betreiber des Erkundungsbergwerkes Gorleben sowie der Endlager- und Stilllegungsprojekte Konrad, Asse und Morsleben war. Zuvor war er zwischen 1994 und 1998 Staatssekretär im Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt gewesen. Kürzlich hatte König eine „populistische“ Atomkraft-Wiederbelebungsdebatte in Deutschland kritisiert.

Mehr lesen

Seit dem 1. Januar hat die Viessmann Group mit Boris Scukanec Hopinski ein neues Mitglied im Führungsteam.  Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 hat der Verwaltungsrat der Viessmann Group Boris Scukanec Hopinski zum neuen Chief Operating Officer (COO) und zum neuen Vorstandsmitglied der Viessmann Group ernannt. Die Position des COO ist neu geschaffen worden, wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Redaktion erklärte. Das 107 Jahre alte Familienunternehmen wolle damit sein Führungsteam stärken. In seiner neuen Funktion solle der 42-Jährige die operative Optimierung der gesamten Viessmann Group vorantreiben und sich auf die Reinvestition der Erlöse aus dem kürzlich abgeschlossenen Zusammenschluss von Viessmann Climate Solutions mit des US-Konzerns Carrier Global fokussieren. Max Viessmann, CEO der Viessmann Group, erklärt zu der Personalie Scukanec Hopinski: „Boris passt perfekt in unser Führungsteam: Er identifiziert sich von ganzem Herzen mit unserem Leitbild und ist ein ausgewiesener Experte mit einer starken Erfolgsbilanz bei operativen Themen und bei strategischen Investitionen.“ Scukanec Hopinski bringe, wie es in einer Mitteilung heißt, einen rund 20-jährigen Erfahrungsschatz aus der Finanzbranche mit. Zuletzt war er als Head of Corporate Development and Bank Management bei der HypoVereinsbank – UniCredit Bank AG beschäftigt. Weitere Stationen waren Goldmann Sachs und Deutsche Lufthansa. Die Führungsspitze der Viessmann Group besteht nun aus vier Personen: Maximilian Viessmann (Chief Executive Officer. CEO), Dr. Ulrich Hüllmann (Chief Financial Officer. CFO), Frauke von Polier (Chief People Officer, CPO) und Boris Scukanec Hopinski (COO). Viessmann hatte Anfang Januar den Verkauf seiner Klimasparte einschließlich des Wärmepumpen-Geschäftes an Carrier Global zum Abschluss gebracht (wir berichteten). Für die mit Abstand größte Unternehmenssparte mit rund 1.200 Beschäftigten haben die Nordhessen 20 Prozent des Kaufpreises von 12 Milliarden Euro in Form eines Aktienpakets erhalten. Die Viessmann-Gruppe ist seitdem wie geplant zu einem der größten Carrier-Anteilseigner geworden. In der Viessmann-Gruppe verbleiben die Sparten Kältetechnik, Immobilien und Investments. Boris Scukanec Hopinski Quelle: Viessmann

Mehr lesen

Die Berliner Energieagentur hat ihren Geschäftsführer, Michael Geißler, im Amt bestätigt.   Der Aufsichtsrat der Berliner Energieagentur GmbH hat einstimmig die Wiederbestellung ihrer Führungsspitze beschlossen. Für weitere drei Jahre führt Michael Geißler die Geschäfte des Unternehmens. Die Gesellschafter der Agentur und Geißler setzen damit ihre „erfolgreiche Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft“ in Berlin fort. Man wolle, wie es in einer Mitteilung heißt, den Beitrag zur Klimaneutralität weiter ausbauen und dabei das Land Berlin, die hauptstädtischen Unternehmen sowie die Berliner Wohnungswirtschaft auf deren Transformationspfad zielgerichtet unterstützen. Das Unternehmen entwickelt und realisiert innovative Projekte zur Reduzierung von Energiekosten und CO2-Emissionen. Es wurde 1992 auf Initiative des Berliner Abgeordnetenhauses gegründet. Zu den Gesellschaftern zählen zu je gleichen Teilen das Land Berlin, die KfW-Bankengruppe, die Vattenfall Wärme Berlin AG und die Gasag AG.

Mehr lesen

Andrew Flanagan ist zum neuen CEO von RWE Clean Energy ernannt worden. Flanagan war bislang CDO (Chief Development Officer) des Unternehmens. Das teilte der Essener Energiekonzern mit. Markus Krebber, Vorstandsvorsitzender der RWE AG und Chairman der RWE Clean Energy, erklärte dazu, Flanagan habe eine Schlüsselrolle beim Aufbau von RWE Clean Energy gespielt. Und: „Andrew tritt seine neue Rolle zu einem Zeitpunkt an, in dem wir das Geschäft in allen Bereichen – Onshore-Wind, Solar und Batterien – deutlich ausbauen wollen.“ Mark Noyes, derzeit CEO von RWE Clean Energy, hat sich nach Angaben von RWE entschieden, im beiderseitigen Einvernehmen aus der Leitung des Unternehmens auszuscheiden. In dem Zusammenhang würdigte der RWE-Vorstand Noyes bisherige Tätigkeit. Nach der Übernahme des Erneuerbaren-Geschäfts von Con Edison habe Mark Noyes die neue RWE Clean Energy erfolgreich auf dem amerikanischen Markt positioniert. Das erste Geschäftsjahr 2023 sei erfolgreich gewesen, deutete Krebber an. Steht in Zukunft an der Spitze von RWE Clean Energy: Andrew Flanagan Quelle: RWE Dem Executive Management Team um Andrew Flanagan gehören wie bisher Ingmar Ritzenhofen (CFO) und Akshaya Bhargava (COO / Chief Operating Officer) an. Vor wenigen Tagen hatte RWE einen Wechsel an der Spitze der RWE Generation SE bekanntgegeben. Danach hat sich Vorstandsvorsitzender Roger Miesen (59) entschieden, seine Karriere bei RWE Ende März zu beenden und sich ins Privatleben zurückzuziehen. Neuer CEO der RWE Generation soll Nikolaus Valerius (53) werden (wir berichteten).

Mehr lesen